Unter der Militärregierung, die sich im Juli 2023 an die Macht geputscht hat, hat sich die Versorgungslage in Niger weiter verschlechtert. Die Bevölkerung leidet unter den Sanktionen, dem Mangel an Gütern und der Inflation. Gleichzeitig zeichnen sich zunehmend autoritäre Tendenzen ab. Es gab zahlreiche Verhaftungen in den Reihen der politischen Aktivist:innen und Medienschaffenden.
Auch die medico-Partnerorganisation Alternative Espaces Citoyens (AEC) ist unmittelbar betroffen. Von einem Büro mit Veranstaltungsort und Filmproduktionseinheit in der Hauptstadt Niamey sowie drei lokalen Büros samt Radiostationen leisten die zuletzt fast 50 Mitarbeitenden (regierungs-)kritischen und investigativen Journalismus – und geraten dabei ins Visier der Junta. Seit dem 3. Dezember 2024 sitzt AEC-Generalsekretär Moussa Tchangari unter fadenscheinigen Anschuldigungen in Haft. Um der Repression entgegenzuwirken, hat AEC einen Notfallplan vorgelegt, der zum einen Moussas Versorgung bzw. Verteidigung gewährleisten soll und zum anderen dem Schutz der anderen Mitarbeitenden dient.
Stiftungsförderung in 2025: 65.000,00 €

