Nickel gilt als Schlüsselrohstoff für die Energiewende. In Zentral-Sulawesi zeigt sich die Kehrseite dieses „grünen“ Fortschritts. Für die Batterieproduktion von Elektroautos werden riesige Tagebaue betrieben, Wälder abgeholzt, Flüsse verschmutzt und ganze Dörfer verdrängt. Die Arbeitsbedingungen in den Bergbauminen und Schmelzen sind ausbeuterisch, hochgradig gesundheitsschädigend und gefährlich.
Als älteste NGO von Zentral-Sulawesi setzt sich Yayasan Tanah Merdeka (YTM) seit über 30 Jahren für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein, die unter den Folgen der Rohstoffindustrie leidet. Wirksamer Widerstand ist auch deshalb schwierig, weil Arbeiter:innen und Dorfbewohner:innen gegeneinander ausgespielt werden: Den einen geht es um sichere und angemessen bezahlte Arbeit, die anderen wehren sich gegen Landraub und Umweltzerstörung. YTM setzt sich dafür ein, dies zusammen zu denken und Netzwerke der Solidarität zwischen Gewerkschaften und Gemeinschaften zu fördern. Denn nur wenn diese ihre Kräfte bündeln, hat soziale und ökologische Gerechtigkeit eine Chance.
Stiftungsförderung in 2025: 10.000,00 €

