In Ciudad Juárez, an der Grenze zwischen USA und Mexiko, überlagern sich wirtschaftliche Interessen, Militarisierung und patriarchale Gewalt. Die Stadt gilt als einer der gewalttätigsten Städte der Welt. Gleichzeitig ist Juárez Zentrum der Maquilada-Industrie, in deren Fabriken internationale Konzerne wie Bosch oder Siemens ihre Produkte montieren lassen. Frauen stellen mehr als die Hälfte der Belegschaft, arbeiten jedoch unter besonders prekären Bedingungen: niedrige Löhne, Belästigung, Diskriminierung und fehlende Rechte prägen den Alltag.
Das Colectiva de Mujeres Rosa Luxemburgo (CRL) begleitet und stärkt Maquilada-Arbeiterinnen. Durch Bildungsarbeit, rechtliche Beratung und feministische Organisation setzt sich das Kollektiv für bessere Arbeitsbedingungen und gegen geschlechterspezifische Gewalt ein – mit dem Ziel, dass die Frauen ihre Rechte kennen, sich kollektiv organisieren und politische Teilhabe erlangen. CRL ist damit zu einem wichtigen Bezugspunkt für Solidarität und Widerstand in den Arbeitervierteln von Ciudad Juárez geworden.
Stiftungsförderung in 2025: 15.000,00 €

