Sierra Leone

Gegen Landraub und für die Stärkung von Frauen

12.01.2026  

Das Network Movement for Justice and Development (NMJD) hat die Verabschiedung von Gesetzen vorangetrieben, die die Rechte von Frauen stärken. Um diese in der Praxis durchzusetzen unterstützt NMJD die lokalen Communities

Viel fruchtbares Land und große Vorkommen an Diamanten, Bauxit, Rutil: Sierra Leone könnte ein wohlhabendes Land sein. Seit Jahrzehnten aber verdienen an dem Abbau und Handel der Bodenschätze vor allem ausländische Unternehmen und eine kleine Elite in Sierra Leone. Den Preis bezahlt die breite Bevölkerung. Dem Ausverkauf, aber auch der Vertreibung lokaler Communities und den verheerenden ökologischen Auswirkungen des Rohstoffabbaus setzt das Network Movement for Justice and Development (NMJD) seit Jahrzehnten Mobilisierung von unten entgegen. In Paralegal-Zentren informieren lokale Rechtsvermittler:innen über Menschenrechte, Umwelt- und Landgesetze.

Ein großer Erfolg war die von NMJD mit vorangetriebene Verabschiedung des Customary Land Rights Act, mit dem erstmals auch für Frauen das Recht auf Landbesitz und -vererbung anerkannt wird, sowie des Gender Equality and Women’s Empowerment Act, der die Rolle von Frauen in Entscheidungsprozessen stärken soll. Zwischen Gesetz und Realität klafft allerdings eine große Lücke. NMJD arbeitet deshalb eng mit Gemeinden daran, das Bewusstsein für ihre Rechte zu schärfen und sie bei deren Durchsetzung zu unterstützen.

Stiftungsförderung in 2025:                30.000,00 €