In Brasilien ist Gewalt politisches Mittel – besonders gegen jene, die sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit oder Umwelt einsetzen. Schwarze Frauen, Indigene, LGBTIQ+ und Aktivist:innen sind systematischer Einschüchterung, Repression und gezielten Tötungen ausgesetzt. Die Metropolregion von Rio de Janeiro gehört zu den Gebieten, in denen besonders häufig gemordet wird.
Das Observatório de Favelas beschreibt diese Kultur der Straflosigkeit, in der Milizen, Polizei und politische Eliten ihren Einfluss mit Gewalt geltend machen, als „mörderischen Klientelismus“. Weil der Staat wegschaut, sind es vor allem zivilgesellschaftliche Organisationen und engagierte Journalist:innen, die Unrecht aufdecken und politische Gegenmaßnahmen einfordern. So dokumentiert das Observatório seit 2016 die stark rassistisch und geschlechtsspezifisch gefärbte Gewalt in Rio de Janeiro. Es entwickelt auch konkrete Schutzstrategien für bedrohte Aktivist:innen und organisiert Schulungen in besonders gefährdeten Gemeinschaften.
Stiftungsförderung in 2025: 20.000,00 €

