Medizinische Hilfe für besonders Schutzbedürftige

Projekte 2017 - Israel/Palästina

Die mobilen Kliniken von medico-Partner PMRS versorgen Patienten mit chronischen Erkrankungen in Gaza und in der Westbank. (Foto: PMRS)

Die Lebensumstände der überwiegenden Mehrheit der Palästinenserinnen und Palästinenser sind nach wie vor von der anhaltenden israelischen Besatzungspolitik in der Westbank und die seit über zehn Jahren währende Abriegelung des Gaza-Streifens geprägt. Während der Friedensprozess keinerlei Fortschritte macht, wachsen die innerpalästinensischen Spannungen und Spaltungen. All das hat zur Folge, dass sich der humanitäre Bedarf fortschreibt.

Die Versorgung der Bevölkerung durch Dienste der Palästinensischen Autonomiebehörde, deren Ressourcen stark von schwankenden Beiträgen internationaler Geber abhängt, bleibt besonders im Gesundheitsbereich weit hinter dem notwendigen Minimum zurück. Laut jüngsten Angaben gibt es noch immer über eine Million Menschen – in Gaza 830.000, in der Westbank 205.400 –, die eingeschränkten Zugang zu Basisgesundheitsdiensten haben. Am stärksten betroffen sind die Menschen im Gaza-Streifen. Im Mai 2017 waren dort ein Drittel der essentiellen Medikamente und medizinischer Verbrauchsgüter nicht mehr vorrätig.

Die Palestinian Medical Relief Society (PMRS), einer der ältesten, größten und gemeinschaftsorientierten Gesundheitsorganisationen und langjähriger medico-Partner, setzt genau hier an: Mit mobilen Kliniken kümmert sie sich um die medizinische Versorgung besonders schutzbedürftiger Menschen, um Patienten mit chronischen Erkrankungen in Gaza und in der Westbank. Teil des umfassenden Projekts ist auch, den rund 30.000 Bewohnern besonders marginalisierter palästinensischer Gemeinden Zugang zu Gesundheitsdiensten zu ermöglichen.

Stiftungsförderung in 2017: 50.000 Euro