Gerechte Gesundheitssysteme aufbauen

Projekte 2017 - Südöstliches Afrika

Teilnehmer_innen einer Tagung von Equinet 2014 diskutieren über Health Community Comitees in Ländern des südlichen und östlichen Afrika. (Foto:medico)

Im Süden und Osten Afrikas ist der Zugang zu Gesundheit besonders ungleich verteilt: Wachsender Wohlstand und Gesundheit für wenige und wachsende Armut und Krankheit für viele prägen die Region. Selbst als es dank hoher Rohstoffpreise eine beschleunigte ökonomische Entwicklung gab, wurden die Erlöse nicht dorthin gelenkt, wo sie dringend benötigt werden.

Gegen diese Verhältnisse engagiert sich das transnationale Gesundheitsnetzwerk Equinet, das aus dem Zusammenschluss von Gesundheitsarbeitern, Vertreterinnen staatlicher wie nichtstaatlicher Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in 16 Staaten der Region entstanden ist. Koordiniert wird Equinet vom Training and Research Support Center (TARSC). Schon vor acht Jahren hat die Initiative, unterstützt von medico, die Dokumentation „Reclaiming the Ressources for Health“ herausgegeben – ein Plädoyer für die Umverteilung der vorhandenen Ressourcen zugunsten gerechter Gesundheitssysteme.

In den vergangenen Jahren hat das Netzwerk Vorschläge erarbeitet, wie Gewinne aus den extraktiven Industrien für die sozialen Infrastrukturen genutzt werden können, und einen Entwurf für Gesundheitsstandards in der Region vorgelegt. Solche Gegenkonzepte bringt das Netzwerk in Debatten nationaler Regierungen, regionaler Gewerkschaften wie auch der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) ein. Im Zuge eines neuen Förderprojekts sollen diese Interventionen in die politischen Institutionen verstärkt werden.

Stiftungsförderung in 2017: 30.000 Euro