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    stiftung medico international • Frankfurt/Main  01.08.2010 
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stiftung medico international

 

Dokumentation des Symposiums der stiftung medico international 2010, 21. Mai 2010

Welche Hilfe für wessen Sicherheit?

Eine Diskussion über interventionistische Formen der Krisenbewältigung
an drei Beispielen: Afghanistan, Sri Lanka, Haiti

2003 zog medico international auf einer Konferenz in Frankfurt eine erste Bilanz der "Macht und Ohnmacht der Hilfe". Die Krisen der Globalisierung waren damals schon sichtbar. Und deutlich war auch, dass Entwicklungsbemühungen mehr und mehr in den Sog globaler Sicherheitspolitik geraten würden. Wie unter solchen Umständen der Raum für selbstbestimmte Veränderungen, für "Inseln der Vernunft" zu verteidigen sei, das beschäftigte uns damals …

… und nun erneut. Mit Blick auf die skandalösen Verhältnisse im heutigen Sri Lanka, vor dem Ende der „zivilmilitärischen Kooperation“ in Afghanistan und unter dem Eindruck von Soldaten als Katastrophenhelfern in Haiti fragte das Stiftungssymposium noch einmal nach den Chancen eigenständiger Alternativen zu den immer klarer zu Tage tretenden Formen von außen aufgesetzter „internationaler Zwangsverwaltung“. Bleiben noch Zeichen paradoxer Hoffnung?

 

* * * * *

 

Dokumentation des Symposium der stiftung medico international 2009

Solidarität in der Krise. Annäherungen.
Der Erinnerung Frantz Fanons.

Im Fortschritt der Globalisierung wird die Welt erstmals in der Geschichte wirklich zu einer Welt. Nicht verschwunden sind die empörenden Unterschiede in der einen Welt. Immer größer, immer weniger auch nur zu fassen wird die Zahl der, die noch immer „die Verdammten dieser Welt“ genannt werden müssen. Vor Jahrzehnten schon verwies Frantz Fanon auf die Schwierigkeit, mit „denen da“ solidarisch sein zu wollen, bestand darauf, dass auch dieses Verhältnis ein Gewaltverhältnis sei und sein müsse.

Umso mehr, umso bedrängender, wenn dieses Verhältnis wirklich in einer einzigen Welt statt hat. Auch deshalb, weil die, um die es da geht, hier her wollen und hier her kommen, ungefragt. Wenn an den Grenzen, die es immer noch gibt, Jahr für Jahr Tausende derer sterben, die man noch immer „Flüchtlinge“ nennt. Das Symposium geht der Frage nach, was hier Solidarität heißt und heißen kann, in erster Annäherung.

* * * * *

stiftung medico international

»Angesichts einer Welt, die in Gewalt und Irrationalität zu versinken droht, kommt es darauf an, Inseln der Vernunft zu schaffen.«

Mit diesen Worten riefen im Jahr 2003 prominente Ärzte und Psychoanalytiker, allen voran Dr. Margarete Mitscherlich-Nielsen und Dr. Paul Parin zur Gründung einer stiftung medico international auf. "Die nachhaltige Überwindung von Not erfordert einen langen Atem sowie die Ungebundenheit von staatlichen Interessen und medialen Konjunkturen. Beides bedarf einer unabhängigen finanziellen Basis", hieß es in dem Aufruf weiter, dem sich auch der ehemalige hessische Justizminister Rupert von Plottnitz, die damalige Direktorin des Deutschen Architekturmuseums Ingeborg Flagge, die Intendantin des Frankfurter Schauspiels Dr. Elisabeth Schweeger und eine Reihe anderer Persönlichkeiten angeschlossen haben.

Engagement braucht Beharrlichkeit

Staatliche Politik ist immer weniger imstande, ein menschenwürdiges Zusammenleben zu gestalten. Ohne private Initiative, ohne soziales Engagement von Einzelnen, ohne Bürgerinitiativen, Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen sind heutzutage weder sozial gerechte Lebensumstände noch die Demokratisierung der weltgesellschaftlichen Verhältnisse denkbar .... weiter
 

 

Margarete Mitscherlich-Nielsen


»Ohne die Bearbeitung der seelischen Wunden, ohne die Anerkennung ihres gesell­schaftlichen Ursprungs gelingt kein sozialer Frieden.«
 

Paul Parin †


»Heute bestünde die Möglichkeit, die Güter so zu verteilen, dass Elend und Hunger verschwinden.«
 

Elisabeth Schweeger


»Der Übermacht des prekären Alltags müssen Spiel-Räume entgegengesetzt werden, in denen kritische Reflexion möglich ist.«

 

 

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