Richtlinien für die Anlage des Stiftungsvermögens

Die Anlagepolitik der medico-Stiftung darf den Zielen ihrer Arbeit nicht entgegenstehen. Das ist der Grundsatz der Vermögensanlage. Das Stiftungsvermögen ist so angelegt, dass ethisch-nachhaltige Kriterien eingehalten werden. Ausgeschlossen ist die Anlage in Wertpapiere von Unternehmen, die mit der Produktion von Rüstungsgütern, Kernenergie, Chlor- und Agrochemikalien, genmodifiziertem Saatgut, Tabakwaren und Pornographie beschäftigt sind. Dasselbe gilt für Automobilfirmen, Fluggesellschaften und Glücksspielbetriebe sowie für Staaten, die ABC-Waffen ohne konkrete Abrüstungspläne besitzen, ein aktives Lobbying zum Ausbau der Kernenergie betreiben oder die Todesstrafe vollstrecken.

Ebenso wichtig für die Anlage des Stiftungsvermögens ist die Gewährleistung von Sicherheit und Rentabilität. Zu den Anlageformen zählen unter anderem Immobilien, Wertpapiere oder auch Beteiligungen. Die Anlage in Wertpapieren ist in ethisch-nachhaltigen Fonds getätigt, die breit gestreut sowie mit einer hohen Sicherheitsstufe bewertet sind. Aktuell (Januar 2018) ist ein großer Vermögensanteil der Stiftung in einer neuen Büro-Immobilie im Frankfurter Osthafen angelegt, die von medico und weiteren gemeinnützigen Organisationen genutzt wird. Bei diesem Anlagemodell entstehen Miet- statt Zinserträge, die dann für die Projektförderung zur Verfügung stehen. Der Stiftungsvorstand überprüft die Einhaltung der Anlagekriterien regelmäßig.