Engagement braucht Beharrlichkeit
Staatliche Politik ist immer weniger imstande, ein menschenwürdiges
Zusammenleben zu gestalten. Ohne private Initiative, ohne soziales
Engagement von Einzelnen, ohne Bürgerinitiativen,
Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen sind heutzutage weder sozial
gerechte Lebensumstände noch die Demokratisierung der weltgesellschaftlichen
Verhältnisse denkbar.
Gerade im globalen Kontext
wird die Notwendigkeit einer starken und unabhängigen Öffentlichkeit künftig
noch zunehmen. Kooperation und Networking über alle Grenzen hinweg,
unabhängige Expertise bei der Entwicklung von Zukunftsstrategien und Hilfe
bei der nachhaltigen Überwindung von Ungleichheit und Notlagen sind gefragt,
um in der enger zusammengerückten Welt nicht zuletzt dem universellen Recht
auf Gesundheit zur Geltung zu verhelfen.
Dabei können zivilgesellschaftliche Organisationen durchaus auf
bemerkenswerte Erfolge zurückblicken. Sie nahmen und nehmen Einfluss auf die
Welthandelspolitik, auf Abrüstungsbemühungen und die Erweiterung des
Völkerrechts. Ein solches Engagement aber braucht Beharrlichkeit.
Veränderungen gelingen nur auf der Grundlage von Überzeugungskraft,
Unabhängigkeit und finanzieller Ausdauer.
Deshalb hat sich der Verein medico international für die Einrichtung einer
Stiftung entschieden und Ende 2004 die stiftung medico international
gegründet.
Die Stiftung soll dazu beitragen, die Arbeit von medico international
dauerhaft zu sichern. Denn Stifterinnen und Stifter sorgen dafür, dass noch
in vielen Jahrzehnten dem in der Satzung festgelegten Stiftungszweck
entsprechend gehandelt wird. Und drängende Zukunftsaufgaben gibt es genug:
Zu den bedeutendsten zählt fraglos die Sicherstellung des Zugangs aller
Menschen zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung.
|
|
|