| stiftung medico international • Frankfurt/Main | 04.09.2010 |
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Alternatives Handeln im globalen Raum
Mit den Erträgen aus den Stiftungseinlagen fördert die Stiftung Projekte und Vorhaben vor allem in drei Schwerpunktbereichen: I. Förderung einer internationalen GesundheitsbewegungRationale Politik setzt die Existenz einer wachsamen und unabhängigen Öffentlichkeit voraus. Das gilt auch für die Ebene internationaler Politik, wo es noch immer kaum Institutionen gibt, die zu einer Steuerung der globalen Verhältnisse demokratisch legitimiert sind. Unter solchen Umständen kommt einer unabhängigen Öffentlichkeit, die von universellen Werten der Menschenrechte geleitet wird, eine umso größere Bedeutung zu. Noch ist die internationale Öffentlichkeit aber erst im Entstehen begriffen, noch bedarf sie der Förderung. Die stiftung medico international hat sich in diesem Kontext vorgenommen:
II. Entwicklung der psychosozialen ArbeitDie Zunahme sozialer und kriegerischer Gewalt in den Ländern des Südens hat zu einer allgemeinen psychischen Verelendung geführt, die nicht nur zahllose Individuen, sondern ganze soziale Gruppen traumatisiert. Auch in den reicheren Weltregionen führen höchste Flexibilität und unbegrenzte Verfügbarkeit, die die modernen Dienstleistungsgesellschaften den Menschen abverlangen, zu Verunsicherung, Angst und psychischem Leid. Die rastlose Suche nach »Identität«, die Anfälligkeit für Ressentiments und ein kompensatorischer »Lifestyle«-Konsum sind dafür Ausdruck. Die stiftung medico international sieht ihr Engagement im Kontext
III. Stärkung der Rechte von OpfernZu den größten Erfolgen von medico international zählt fraglos das 1999 wirksam gewordene völkerrechtlich bindende Verbot von Antipersonenminen, für das medico über zehn Jahre gestritten hatte. Wenn Menschen nicht mehr durch Kriege und Waffen verstümmelt werden, ist das Gesundheitsvorsorge und Friedenspolitik in einem. Zugleich sind aber auch die Rechte derjenigen ernst zu nehmen, die Opfer von Folter, Krieg und den von Menschen verursachten Katastrophen wurden. Sie brauchen prothetische und psychosoziale Versorgung, Wiedereingliederungshilfen, Sozialrenten, wirtschaftliche Kompensationen. Weil das internationale Zivilrecht noch wenig entwickelt ist, können die wenigsten der Opfer Rechtsansprüche auf Hilfen und Entschädigungen geltend machen. Die stiftung medico international plant die Förderung von
Die stiftung medico international sieht sich als gesellschaftspolitischen Akteur. In Abstimmung mit dem Verein medico international fördert sie konkrete Projekte, initiiert öffentliche Debatten, veranstaltet Symposien und Treffen des Erfahrungsaustausches. |
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