Gesundheit:
Die Fortbildungseinrichtung des People´s Health Movement
Das im Jahr 2000 gegründete Netzwerk People's Health Movement
(Gesundheitsbewegung der Menschen, PHM) kämpft gegen Krankheiten und
krankmachende Verhältnisse. Die Bewegung beruft sich auf die "Erklärung von
Alma Ata", in der die Weltgesundheitsorganisation 1978 die
Basisgesundheitspflege (Primary Health Care) weltweit zum Kern von
Gesundheitspolitik machen wollte. Das hochgespannte Ziel von Alma Ata –
"Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000" wurde bis heute nicht einmal im
Ansatz erreicht: obwohl die Erklärung von allen WHO-Mitgliedsstaaten
unterzeichnet wurde.
Seminar der People's Health University Foto: PHM
medico
international und viele medico-Partnerorganisationen sind seit der Gründung
von PHM aktive Mitglieder dieses Gesundheitsnetzwerks. 2005 hat das PHM als
Fortbildungs- und Vernetzungseinrichtung die International People's Health
University (IPHU) gegründet. Unter diesem Titel organisiert das PHM in
verschiedenen Teilen der Welt jährlich ein- bis zweiwöchige
Kompaktkurse für GesundheitsaktivistInnen, insbesondere für Teilnehmer aus
dem globalen Süden.
Durch die Lehre und Forschung in den Bereichen der Primary Health Care, der
Entwicklung von Gesundheitssystemen und durch die Herausarbeitung
struktureller Determinanten für Gesundheit soll natürlich auch die eigene
Organisation, besonders die Vernetzung der einzelnen
Gesundheitsorganisationen und der PHM-AktivistInnen untereinander gestärkt
werden.
Die medico-Stiftung förderte 2008 ein Pilotprojekt der International
People's Health University. Systematisch werden dabei Fallstudien
gemeindebasierter Gesundheitsarbeit analysiert, reflektiert und
dokumentiert, um die Qualität gemeindebasierter Gesundheitsarbeit zu
verbessern und bestehende Probleme zu lösen. Aus den Ergebnissen soll
schließlich eine mehrsprachig nutzbare Datenbank erstellt werden.
Fördersumme: 10.000 Euro
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